Ess-Störungen

MIt dieser Seite möchte ich Sie über den Zusammenhang von Essstörungen und der Kraft des Unterbewusstseins informieren.
Ein falsches Essverhalten kann nur geringfügig vom Verstand beeinflusst werden, denn das eigentliche Problem liegt auf der Gefühlsebene.  


Das Wesen der Ess-Störung

Ess-Störungen sind weit verbreitet. Die Spanne reicht von übermäßigem Essen und der immer stärkeren Gewichtszunahme (Adipositas), über die sog. Ess-Brech-Sucht (Bulimie), wiederholte Heißhungerattacken ohne anschließendem Erbrechen (Binge Eating) bis zur Magersucht (Anorexie).

Allen Ess-Störungen ist gemeinsam, dass sich die Gedanken immerfort um das Essen drehen und allen diesen Störungen ist gemeinsam, dass sich hinter dem falschen Essverhalten ein meist tief liegendes seelisches Problem verbirgt.

Die Betroffenen versuchen in der Regel ihr falsches Essverhalten zu kontrollieren. Dieser Wunsch nach mehr Kontrollfähigkeit über die Instanz der Vernunft führt meist nicht zum Erfolg, denn der Trieb, der den Betroffenen in dieses falsche Verhalten führte, ist ein Gefühl. 
Wir müssen uns also auf die Gefühlsebene begeben, wenn wir die Störung adäquat behandeln wollen. 

Ess-Störungen verstehen

Auf der seelischen Ebene gibt es unterschiedliche Auslösemechanismen, die in eine Ess-Störung münden. So kann beispielsweise ein schwaches Selbstwertgefühl dazu führen, dass diese Empfindung des eigenen Mangels mit dem Gegenteil kompensiert wird. Der Betroffene flüchtet sich unbewusst auf der Körperebene in ein Bedürfnis nach Fülle. Die Folge ist ein Zuviel an Nahrung. Er versucht also dem Gefühl des Mangels Nahrung zu geben.

Diese Kompensationen sind unbewusst. Eine prädestinierte Therapiemethode zur Bearbeitung dieser Vorgänge ist die Hypnosetherapie, die sich ausschließlich mit den unterbewussten Steuerungsmechanismen des Menschen beschäftigt. Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten, diese negativen oder auch destruktiven Gefühle zu wandeln.

Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie - ein heilsamer Dialog mit den eigenen Gefühlen

Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie ist eine Therapie, die die bewussten und unbewussten Gefühle des Betroffenen zu Therapiezwecken nutzt. Die Therapie findet auf der Ebene statt, auf der auch die Ess-Störung entstanden ist. Die Lösung wird selbstorganisatorisch vom eigenen Unterbewusstsein generiert und führt zu einer tiefen Identifikation mit dem neuen Verhalten. Der Betroffene erkennt, dass er seinem Unterbewusstsein vertrauen kann. 

In der Konsequenz lernt der Betroffene, dass er seine Gefühle und damit sich selbst annehmen kann. 
Mit der steigenden Selbstannahme kann sich das Fluchtverhalten in eine Ess-Störung auflösen. 

 

Essverhaltensstörungen in Richtung Adipositas

Das ungesunde Zuviel

Eine ungesunde und stark vermehrte Ernährung kann zur Adipositas führen.  
Dem Betroffenen ist dabei bewusst, dass seine Art sich zu ernähren keinesfalls gesund ist. Jedoch gibt er sich immer wieder seinem tiefen Verlangen nach ungesundem Essen (meist Süßigkeiten und sehr fetthaltige Nahrung) hin. Viele Betroffene (vor allem Frauen) probieren immer wieder eine neue Diät aus. In der Regel ist jedoch nach kurzer Zeit das alte Gewicht wieder auf der Waage oder es wird gar überschritten.  

Die Körperpanzerung 

Besonders im Therapiebereich von Übergewichtigen wird sehr gut deutlich, wie der Begriff der so genannten Körperpanzerung zu verstehen ist:
Normalerweise wird gerade im Bauchbereich besonders viel Körpergefühl wahrgenommen. Aber genau hier haben Übergewichtige ein Problem mit sich und entwickeln am Bauch (Körpermitte) eine Panzerung. Die eigene Gefühlswahrnehmung wird auf diese Weise gepanzert.

Wie hilft die selbstorganisatorische Hypnosetherapie den Betroffenen in die Symptomfreiheit?

Das übermäßige Essverhalten ist eine Ersatzbefriedigung. Das eigentliche Bedürfnis wird nicht gelebt. Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie ermöglicht das Wahrnehmen der der vernachlässigten Gefühle auf eine spielerische Weise. 
Im weiteren therapeutischen Verlauf werden diese Defizitgefühle in einem Bewusst-Unbewusst-Dialog ins Selbst re-integriert. Durch eine schrittweise Hinlenkung auf das bislang nicht gelebte Gefühl kann das falsche Essverhalten aufgegeben werden.  

Bulimie

Die Suche nach dem Selbst

Die Sucht mit dem größten Geheimnispotential ist die Ess-Brech-Sucht.
Die Bulimie ist eine psychische Störung, bei der es zu übersteigertem Essen und darauf folgendem Erbrechen kommt. Dabei genügen geringe Abweichungen vom gesunden Essen, um eine Attacke ins Gegenteil auszulösen.  

Bulimeriker/innen sind meist junge Menschen. Die ersten Anzeichen zeigen sich oft in der Pubertät. Der Körper wird überschnell als zu dick erlebt. Das ganze Denken richtet sich auf die Beibehaltung einer Idealfigur aus.

Menschen mit Bulimie sind sehr zielstrebig und beherrscht. Im Inneren empfinden sie sich jedoch als schwach und sogar verachtenswert, da sie ihr Essverhalten nicht wirklich kontrollieren können. 

Fast immer können sich Menschen mit Bulimie nur mangelhaft selbst fühlen. So kommt es als Folge vor, dass sich Betroffene Selbstverletzungen zufügen, um auf diese Weise überhaupt noch irgendetwas zu empfinden. Eine Entfremdung vom eigenen Körper und vom eigenen Ich-Gefühl ist die Folge. 

Die Bulimie zählt zu den Suchterkrankungen. Im Gegensatz zu anderen Süchten ist der/die Betroffene dem Essen und damit der Sucht täglich ausgeliefert. Wie bei jeder Sucht versucht der Betroffene Konflikten auszuweichen.

Diese verschiedenen Symptome machen eine Psychotherapie dringend erforderlich. Eine Selbstbehandlung der Sucht gelingt nur in den wenigsten Fällen. 

Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie fördert die gute Beziehung zu sich selbst

Im geschützten Rahmen der selbstorganisatorischen Hypnosetherapie kann dem betroffenen Menschen ein positives Gefühl für das eigene Ich zurückgegeben werden.
Durch eine schrittweise Steigerung des Selbstbewusstseins ist es möglich, die eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren. Es ist dringend erforderlich, dass ein „Nein“ gesagt werden kann, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. 

Dieser Therapieansatz ist aufgrund der Selbstorganisation (wie der Name der Therapie schon sagt) stark autonomiefördernd. Das Gefühl der inneren Leere kann duch gezielte Ressourcensetzung einem gesunden Selbstbewusstsein weichen.   

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Frank Schmitz

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